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06 - Zerebrale Luftembolien - eine schwerwiegende Komplikation medizinischer Maßnahmen

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DIVI-2018

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Abstract

Zerebrovaskuläre Luftembolien stellen eine schwerwiegende, vermutlich unterdiagnostizierte Ursache ischämischer Hirninfarkte dar, die häufig durch medizinische Maßnahmen verursacht wird und mit erhöhter Morbidität und Mortalität einhergeht. Fall 1: Ein 64jähriger Patient wurde zur Abklärung einer neu aufgetretenen Wesensveränderung und Dysarthrie stationär aufgenommen. Klinisch fand sich bis auf eine somnolente Vigilanzminderung kein neurologisches Defizit. Laborchemisch bestand eine Infektkonstellation. Die TEE zeigte keine Vegetationen, ein PFO wurde nicht nachgewiesen. Die Blutkulturen blieben negativ. Unter einer antibiotischen Therapie normalisierten sich die Entzündungsparameter. Der AZ des Patienten besserte sich, allerdings entwickelte sich ein Delir. Nach Dislokation eines arteriellen Katheters erfolgte bei dem unruhigen Patienten eine Neuanlage in die A. radialis rechts, bei der Spülung kam es zum Eintritt von Luft. Unmittelbar danach kam es zunächst zu einer Aphasie, danach zu einem Koma für einige Minuten. In der cCT zeigten sich disseminierte Lufteinschlüsse in den Sulci, aus denen im Verlauf Hirninfarkte entstanden, klinisch bestand eine neu aufgetretene Hemianopsie nach rechts. Fall 2: Ein 75jähriger Patient wurde bei Verdacht auf Enzephalitis verlegt. Im Rahmen der intensivmedizinischen Versorgung erfolgte im auswärtigen Krankenhaus die Anlage eines Subclavia-Katheters links. Danach sei es zu einer neurologischen Verschlechterung bei dem Patienten gekommen. Bei Aufnahme zeigte sich eine deutliche Vigilanzminderung mit einer Hemiplegie links. Die cCT zeigte subarachnoidale Lufteinschlüsse. Im TEE zeigte sich ein nicht vorbekannter Septumdefekt. Im Verlauf verstarb der Patient nach Rückzug aus intensivmedizinischen Maßnahmen. Fall 3: Eine 72jährige Patientin wurde bei chronischer Niereninsuffizienz und schwerer Diarrhöe zur weiteren Therapie aufgenommen. In der Notfallaufnahme kam es zu einer Fehlanlage eines Shaldon-Katheters. Bei der intensivmedizinischen Aufnahme kam es zu epileptischen Anfällen, die Patientin wurde intubiert und eine cCT wurde durchgeführt. Diese zeigte subarachnoidale Lufeinschlüsse bihemisphärisch. Im Verlauf entwickelten ausgedehnte ischämische, teilweise hämorrhagisch transformierte Hirninfarkte. Bei persistierender Vigilanzminderung und Entwicklung eines septischen Bildes erfolgte entsprechend der Patientenverfügung der Rückbau intensivmedizinischer Maßnahmen und die Patientin verstarb.

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